5 Fragen an
Dan Durig
CEO Durig Chocolatier Lausanne
Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Herr Durig, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Wenn man seine Arbeit gut machen will, dann ist sie besser Berufung als Beruf. Es braucht Konzentration und Zufriedenheit. Meine Berufung habe ich von meinem Vater geerbt.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

In welchem Bereich des Schokoladenhandwerks sind Sie tätig?

Ich bin Maître Chocolatier und in dieser Funktion verantwortlich für die Entwicklung neuer Produkte. Zudem bin ich CEO und führe das Unternehmen.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Schokolade?

Mein Vater arbeitete in einer Schokoladefabrik. Auf meinem Schulweg sah ich die Fabrik jeweils aus der Ferne schimmern. Bei Besuchen war ich vom Geruch der Schokolade und den Geräuschen der Herstellung von Schokoladenhasen, die mein Vater gemacht hat, verzaubert.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Welche Schokolade essen wir in der Zukunft?

Bei weiter steigender Nachfrage, werden tendenziell Bäume mit höheren Erträgen gepflanzt. Ein (utopischer) Traum von mir wäre aber, Bäume ausschliesslich nach ihrem Geschmackswert zu pflanzen.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?

Für mich ist es der ökologische und faire Handel, der sich positiv auf die Umwelt und auf die Lebensbedingungen der Kakaobauern auswirkt.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne
5 Fragen an
Nicolas Filippov
Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»
Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Herr Filippov, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Beides! Die Berufung hat sich gezeigt, als ich aus der Schokolade einen Beruf machen konnte, und meine Leidenschaft Wirklichkeit wurde.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

In welchem Bereich des Schokoladenhandwerks sind Sie tätig?

Ich bin Unternehmer, Verkoster und Schoggikurier.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Schokolade?

Das sind vorallem zwei einprägsame Erlebnisse: Erstens: Ich habe meine Frau im Balzac (bekanntes Tee-Lokal in Morges Anm. d. Red.) bei einer heissen Schokolade kennengelernt. Ihr Pseudonym auf der Dating-Website, über die wir uns kennengelernt haben, war «chocolover01»! Mein zweites Erlebnis führt mich zurück zu einer Reise nach Australien. Ich tankte meinen Geländewagen mitten im Nirgendwo und als ich an der Tankstelle bezahlen wollte, entdeckte ich Tafeln einer exzellenten lokalen Bean-to-Bar-Schokolade mit einer interessanten Note frischer Trauben.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Welche Schokolade essen wir in Zukunft?

Eine bessere Schokolade. Das bedeutet Bean-to-Bar, also eine Schokolade, die nachhaltig ist und bei der man einfacher erkennen kann, warum und wie sie hergestellt wurde.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?

Die Nachhaltigkeit ist wesentlich für unsere Vorgehensweise bei der Auswahl der Schokoladen und auch für unseren Kontakt mit den Herstellern und Chocolatiers. Übrigens, in der Berufsbezeichnung «Chocolatier» verstecken sich sehr verschiedene Berufe. Viele Chocolatiers stecken heute viel Arbeit in die nachhaltige Beschaffung des Kakaos. Ich denke, dass wir die Berufe rund um die Schokolade in Zukunft besser unterscheiden müssen.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»
5 Fragen an
Thomas Ramseier
Mitinhaber und Mitgründer von minischoggi.ch
Thomas Ramseier ist Mitinhaber und Mitgründer von minischoggi.ch

Herr Ramseier, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Definitiv eine leidenschaftliche Berufung! Als gelernter Lebensmitteltechnologe bei einem Schokoladenproduzenten waren die Weichen für eine Zukunft in der Schokoladenbranche praktisch schon gelegt. Zudem finde ich Schokolade etwas extrem Faszinierendes und finde, dass es kaum etwas besseres gibt als eine frisch hergestellte Schokoladenkreation, sei es als eigene Bean to Bar Tafel oder als edle Praline. Sie merken, Schokolade ist meine Passion.

Thomas Ramseier ist Mitinhaber und Mitgründer von minischoggi.ch

Haben Sie einen Schoggi-Job?

Ja, im wahrsten Sinne des Wortes. Nach jedem Kurs oder Event sehe ich die süssen Endresultate der teilnehmenden Personen. Das freut mich immer wieder sehr. Und auch das regelmässige Naschen mag ich 😉   

Thomas Ramseier ist Mitinhaber und Mitgründer von minischoggi.ch

Was zeichnet das Schokoladenhandwerk in der Schweiz besonders aus?

Die Verbindung der Tradition, der Qualität und dem stetigen Streben nach Neuem. Der Qualitätsanspruch ist sehr hoch und dies ist super so, denn nur so kann sich die Schweizer Schokolade auch weiterhin behaupten. Speziell hervorzuheben ist aber das Knowhow in der Branche, dass nicht als selbstverständlich hingenommen werden sollte. Das grosse Wissen zu erhalten wird je länger je wichtiger.

Thomas Ramseier ist Mitinhaber und Mitgründer von minischoggi.ch

Was bedeutet für Sie Innovation?

Die Möglichkeit zu haben, neues auszuprobieren und Neuem eine echte Chance zu geben. In der Branche ist viel in Bewegung. Beispielsweise stellen auch kleinere Bean to Bar Hersteller qualitativ extrem hochwertige Kreationen her. Diesen Innovationen Platz und Unterstützung zu bieten, finde ich sehr wichtig.

Thomas Ramseier ist Mitinhaber und Mitgründer von minischoggi.ch

Welche Schokolade essen wir in Zukunft?

Qualitativ sehr hochwertige Schokoladekreationen, die extrem frisch sind und am besten gleich selbst hergestellt werden. Und immer wichtiger wird, dass edle Bohnen aus nachhaltigen Anbaugebieten verwendet werden. Ich denke, durch die heutigen und noch kommenden verarbeitungstechnischen Möglichkeiten wird immer mehr experimentiert werden, so dass ich mich auf zukünftige neue Schokoladenkreationen freuen kann.

Thomas Ramseier ist Mitinhaber und Mitgründer von minischoggi.ch

Das Schweizer Startup MiniSchoggi bietet Kurse an, in denen man Pralinen selber herstellen kann.