5 Fragen an
Nicolas Filippov
Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»
Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Herr Filippov, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Beides! Die Berufung hat sich gezeigt, als ich aus der Schokolade einen Beruf machen konnte, und meine Leidenschaft Wirklichkeit wurde.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

In welchem Bereich des Schokoladenhandwerks sind Sie tätig?

Ich bin Unternehmer, Verkoster und Schoggikurier.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Schokolade?

Das sind vorallem zwei einprägsame Erlebnisse: Erstens: Ich habe meine Frau im Balzac (bekanntes Tee-Lokal in Morges Anm. d. Red.) bei einer heissen Schokolade kennengelernt. Ihr Pseudonym auf der Dating-Website, über die wir uns kennengelernt haben, war «chocolover01»! Mein zweites Erlebnis führt mich zurück zu einer Reise nach Australien. Ich tankte meinen Geländewagen mitten im Nirgendwo und als ich an der Tankstelle bezahlen wollte, entdeckte ich Tafeln einer exzellenten lokalen Bean-to-Bar-Schokolade mit einer interessanten Note frischer Trauben.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Welche Schokolade essen wir in Zukunft?

Eine bessere Schokolade. Das bedeutet Bean-to-Bar, also eine Schokolade, die nachhaltig ist und bei der man einfacher erkennen kann, warum und wie sie hergestellt wurde.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?

Die Nachhaltigkeit ist wesentlich für unsere Vorgehensweise bei der Auswahl der Schokoladen und auch für unseren Kontakt mit den Herstellern und Chocolatiers. Übrigens, in der Berufsbezeichnung «Chocolatier» verstecken sich sehr verschiedene Berufe. Viele Chocolatiers stecken heute viel Arbeit in die nachhaltige Beschaffung des Kakaos. Ich denke, dass wir die Berufe rund um die Schokolade in Zukunft besser unterscheiden müssen.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»
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Thomas Gysi
Inhaber und Geschäftsführer der Gysi AG Chocolatier Suisse
Thomas Gysi ist Inhaber und Geschäftsführer der Gysi AG Chocolatier Suisse.

Herr Gysi, ist „Schoggi“ für Sie Beruf oder Berufung?

Meine Berufswahl war ein bewusster Entscheid, der gerade im Fall eines Familienunternehmens auch verpflichtet und mich glücklicherweise ein Leben lang begleiten wird.

Thomas Gysi ist Inhaber und Geschäftsführer der Gysi AG Chocolatier Suisse.

Haben Sie einen „Schoggi-Job“?

Es ist tatsächlich wunderbar, sich täglich mit einer so vielseitigen Materie zu beschäftigen, welche so viele Emotionen auslöst und mit Menschen zusammenzuarbeiten, die diese Faszination teilen.

Thomas Gysi ist Inhaber und Geschäftsführer der Gysi AG Chocolatier Suisse.

Was bedeutet für Sie Innovation?

Innovation heisst für mich, etwas Neues, Unerwartetes zu erschaffen, das gleichzeitig eine hohe Akzeptanz erlangt.

Thomas Gysi ist Inhaber und Geschäftsführer der Gysi AG Chocolatier Suisse.

Was zeichnet das Schokoladenhandwerk in der Schweiz besonders aus?

Der hohe Qualitätsanspruch.

Thomas Gysi ist Inhaber und Geschäftsführer der Gysi AG Chocolatier Suisse.

Welche Schokolade essen wir in Zukunft?

Schweizer Schokolade wird noch nachhaltiger werden und das Spiel mit Faktoren wie Herkünften, Technologien oder Texturen ist noch längst nicht ausgereizt. Schokolade soll aber auch in Zukunft in erster Linie Genuss bedeuten.

Thomas Gysi ist Inhaber und Geschäftsführer der Gysi AG Chocolatier Suisse.

Die Gysi AG Chocolatier Suisse ist ein traditionsreiches Berner Familienunternehmen, das innovative Lösungen für Private-Label-Kunden anbietet sowie das Victorinox Chocolate Knife herstellt und global vermarktet.

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Suzan Inan
Chocolatière
Suzan Inan, Chocolatière

Frau Inan, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Beides. Ich arbeite aber so unkonventionell, dass ich gar nicht sicher bin, ob ich die Berufsbezeichnung «Chocolatière» überhaupt verwenden soll.

Suzan Inan, Chocolatière

Welches Schokoladenhandwerk üben Sie aus?

In meinem Fall ist das gar nicht so einfach zu definieren. Viele Chocolatiers stellen Schokolade nicht von A bis Z her, sondern verarbeite bereits vorgefertigte Couverture. Ich hingegen arbeite Bean-to-Bar: D.h. vom Rösten der Bohne bis zur fertigen Schokolade mache ich alles selber.

Suzan Inan, Chocolatière

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Schokolade?

Meine Erinnerungen stammen aus der Kindheit. Ich komme ursprünglich aus der Türkei. Und wenn wir unsere Verwandten besuchten brachten wir immer Schweizer Milch- und Haselnussschokolade mit. Ein himmlischer Genuss für alle.

Suzan Inan, Chocolatière

Welche Schokolade essen wir in Zukunft?

Weltweit gibt es einige sehr experimentelle und fortschrittliche Forschungsansätze. Die Schokolade wird vielfältiger und sie wird immer kreativer interpretiert.

Suzan Inan, Chocolatière

Was bedeutet für Sie Innovation?

Die Geschmacks-, Identitäts- und Kulturforschung sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen müssen weiter vorangetrieben werden. Aber zum Glück ist die nachhaltige Produktion heute immer mehr der Standard. Innovativ wäre, der Schokolade gleichviel zurückzugeben, wie sie uns gibt.

Suzan Inan, Chocolatière