5 Fragen an
Christian Aschwanden
CEO Max Felchlin AG
Christian Aschwanden ist CEO des Schokoladenherstellers Max Felchlin AG

Herr Aschwanden, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Schoggi bedeutet Genuss, macht Freude und ist emotional. Für mich ist Schoggi weder Beruf noch Berufung: Ich würde es eher als eine Leidenschaft für ein Metier bezeichnen, das nicht nur mich, sondern eben die meisten Menschen begeistert.

Christian Aschwanden ist CEO des Schokoladenherstellers Max Felchlin AG

Haben Sie einen Schoggi-Job?

Das habe ich insofern, als ich in der privilegierten Lage bin, viele interessante Menschen kennenzulernen und mit ihnen zusammen zu arbeiten – angefangen vom Cacao-Bauern im Amazonas bis hin zum Chocolatier in Tokio.

Christian Aschwanden ist CEO des Schokoladenherstellers Max Felchlin AG

Was bedeutet für Sie Innovation?

Die Fähigkeit Neues zu schaffen, das uns weiter bringt in einer sich stets verändernden Welt.

Christian Aschwanden ist CEO des Schokoladenherstellers Max Felchlin AG

Was zeichnet das Schokoladenhandwerk in der Schweiz besonders aus?

Das Wissen und Engagement der Menschen rund um die Schokoladenproduktion ist hierzulande so gut, dass wir Schweizer immer noch zu den Besten weltweit zählen.

Christian Aschwanden ist CEO des Schokoladenherstellers Max Felchlin AG

Welche Schokolade essen wir in der Zukunft?

Schokolade aus hochwertigem Cacao. Dafür braucht es Bauern, die ihn anbauen, weil es sich für sie lohnt.

Christian Aschwanden ist CEO des Schokoladenherstellers Max Felchlin AG
5 Fragen an
Dan Durig
CEO Durig Chocolatier Lausanne
Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Herr Durig, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Wenn man seine Arbeit gut machen will, dann ist sie besser Berufung als Beruf. Es braucht Konzentration und Zufriedenheit. Meine Berufung habe ich von meinem Vater geerbt.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

In welchem Bereich des Schokoladenhandwerks sind Sie tätig?

Ich bin Maître Chocolatier und in dieser Funktion verantwortlich für die Entwicklung neuer Produkte. Zudem bin ich CEO und führe das Unternehmen.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Schokolade?

Mein Vater arbeitete in einer Schokoladefabrik. Auf meinem Schulweg sah ich die Fabrik jeweils aus der Ferne schimmern. Bei Besuchen war ich vom Geruch der Schokolade und den Geräuschen der Herstellung von Schokoladenhasen, die mein Vater gemacht hat, verzaubert.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Welche Schokolade essen wir in der Zukunft?

Bei weiter steigender Nachfrage, werden tendenziell Bäume mit höheren Erträgen gepflanzt. Ein (utopischer) Traum von mir wäre aber, Bäume ausschliesslich nach ihrem Geschmackswert zu pflanzen.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?

Für mich ist es der ökologische und faire Handel, der sich positiv auf die Umwelt und auf die Lebensbedingungen der Kakaobauern auswirkt.

Dan Durig, CEO Durig Chocolatier Lausanne
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Nicolas Filippov
Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»
Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Herr Filippov, ist Schoggi für Sie Beruf oder Berufung?

Beides! Die Berufung hat sich gezeigt, als ich aus der Schokolade einen Beruf machen konnte, und meine Leidenschaft Wirklichkeit wurde.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

In welchem Bereich des Schokoladenhandwerks sind Sie tätig?

Ich bin Unternehmer, Verkoster und Schoggikurier.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Schokolade?

Das sind vorallem zwei einprägsame Erlebnisse: Erstens: Ich habe meine Frau im Balzac (bekanntes Tee-Lokal in Morges Anm. d. Red.) bei einer heissen Schokolade kennengelernt. Ihr Pseudonym auf der Dating-Website, über die wir uns kennengelernt haben, war «chocolover01»! Mein zweites Erlebnis führt mich zurück zu einer Reise nach Australien. Ich tankte meinen Geländewagen mitten im Nirgendwo und als ich an der Tankstelle bezahlen wollte, entdeckte ich Tafeln einer exzellenten lokalen Bean-to-Bar-Schokolade mit einer interessanten Note frischer Trauben.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Welche Schokolade essen wir in Zukunft?

Eine bessere Schokolade. Das bedeutet Bean-to-Bar, also eine Schokolade, die nachhaltig ist und bei der man einfacher erkennen kann, warum und wie sie hergestellt wurde.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»

Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?

Die Nachhaltigkeit ist wesentlich für unsere Vorgehensweise bei der Auswahl der Schokoladen und auch für unseren Kontakt mit den Herstellern und Chocolatiers. Übrigens, in der Berufsbezeichnung «Chocolatier» verstecken sich sehr verschiedene Berufe. Viele Chocolatiers stecken heute viel Arbeit in die nachhaltige Beschaffung des Kakaos. Ich denke, dass wir die Berufe rund um die Schokolade in Zukunft besser unterscheiden müssen.

Nicolas Filippov, Mitbegründer und Geschäftsführer von «Chocolats du Monde»