KURZ ERKLÄRT

Von dunkler Schokolade bis Ruby: Eine kleine Schokoladenkunde

Grundzutaten für Schokolade

Jede Schokolade beinhaltet Kakao und Zucker. Doch welche Sorten gibt es und wie unterscheiden sie sich? Hier kommen 3 Schokoladesorten – oder sind es 4?

1. Dunkle Schokolade

Dunkle Schokolade – auch Zartbitterschokolade genannt – hat einen Kakaoanteil von oft über 70%. Aufgrund dieses vergleichsweise hohen Kakaoanteils schmeckt dunkle Schokolade leicht bitter und weniger süss als andere Schokoladesorten. Zudem ist sie relativ hart und knackig. Das liegt vor allem an der fehlenden Milch. Unter allen Schokoladesorten ist dunkle Schokolade die gesündeste. Sie ist fettsäurearm und aufgrund des hohen Kakaoanteils reich an Antioxidantien. Studien haben zudem nachgewiesen, dass die im Kakao enthaltenen Flavanoide den Blutdruck senken, Stress reduzieren, Entzündungen hemmen, die Hirnleistung anregen und die Sehkraft verbessern können. 

2. Milchschokolade

Milchschokolade ist der Klassiker unter den Schokoladen. Im Jahr 1875 wurde sie vom Schweizer Chocolatier Daniel Peter erfunden. Der Name sagt es bereits: Milchschokolade enthält Milch – beziehungsweise Milchpulver, denn nur so ist sie technologisch verarbeitbar. Die Milch führt zu einer weicheren und zarteren Konsistenz, als die der dunklen Schokolade. Milchschokolade ist zudem süsser und enthält aufgrund des hohen Milch- und Zuckeranteils weniger reinen Kakao und Kakaobutter.

3. Weisse Schokolade

Puristen akzeptieren weisse Schokolade nicht als eigentliche Schokolade. Denn: Im Gegensatz zu den dunkleren Varianten enthält weisse Schokolade keinen reinen Kakao. Lediglich die Kakaobutter – das gelblich-weisse Samenfett der Kakaobohne – wird für die Herstellung weisser Schokolade zusammen mit Milchpulver und Zucker verwendet. Weisse Schokolade muss mindestens 20% reine Kakaobutter enthalten. Sie ist geschmacklich zwar immer noch schokoladig, schmeckt aber wesentlich süsser als andere Schokoladesorten. 

4. Ruby-Schokolade

Seit ein paar Monaten gibt es neben dunkler, Milch-, und weisser Schokolade einen angeblich vierten Schokoladentypus – Ruby. Ausserhalb der Erfinderin der Ruby-Schokolade – der Schweizer Schokoladefirma Barry Callebaut – weiss niemand, um was es sich bei Ruby genau handelt. Bekannt ist, dass am Ursprung der Ruby-Schokolade eine Kakaobohne mit speziellen Ruby-Eigenschaften steht. Das Resultat solcher verarbeiteten Kakaobohnen: Eine rosarote, leicht säuerliche und beerige Schokolade, die im Geschmack mit keiner anderen Schokoladensorte vergleichbar ist. Ruby Rubina, die Schweizer Variante der Ruby-Schokolade der Herstellerin Carma, hat einen Kakaoanteil von 40%.