PORTRAIT

Von der Kakaobohne bis zur Schokoladentafel

Bild: David Wagnieres
Bild: David Wagnieres

Orfève ist das Ergebnis einer radikalen Wende im Leben von François-Xavier Mousin und seiner Lebensgefährtin und heutigen Geschäftspartnerin Caroline Buechler. Es war während eines USA-Aufenthalts im Jahr 2016, als François-Xavier erstmals mit dem Bean-to-Bar-Konzept in Berührung kam. Die Idee dahinter: Von der Kakaobohne zur Schokoladetafel wird alles selbst verarbeitet. 

Bean-to-Bar begeisterte François-Xavier Mousin sofort. Denn: Bereits viele Jahre zuvor hatte er bei beim Zusammenstellen von Geschenkkörben mit unterschiedlichen Schokoladen festgestellt, dass viele Schokoladen sehr ähnlich schmecken. Der Grund: Viele Chocolatiers stellen ihre Kreationen nicht aus selbst produzierter Schokolade, sondern aus Halbfertigprodukten her, die sie bei industriellen Herstellern beziehen.

 

Bild: Denis Hayoun / diode
Bild: Denis Hayoun / diode

Westschweizer Schoggi-Alchemisten

Schon bald folgte der Kauf der ersten Kakaobohnen. Doch auch das rösten, raffinieren und conchieren der Bohnen mussten François-Xavier und Caroline erst lernen. «Wir merkten schnell, dass Herkunft und Jahrgang bei der Verarbeitung der Kakaobohnen eine wichtige Rolle spielen», so François-Xavier. «Man muss sich Zeit nehmen und manchmal wie ein Alchemist vorgehen. Das hat etwas Magisches.»

Heute verbringt das Schoggi-Paar viele Stunden damit, die perfekte Schokolade herzustellen. Zurzeit verkauft Orfève lediglich dunkle Schokolade. Doch François-Xavier und Caroline widmen sich bereits der nächsten Herausforderung: Ein Bean-to-Bar-Milchschokolade mit 70% Kakaoanteil.

 

Photo: Denis Hayoun / diode
Photo: Denis Hayoun / diode

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