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Raphaël Thomi gewinnt «Rallye du chocolat» zum dritten Mal in Folge

Raphaël Thomi: «Basilikum passt noch besser zu Süssem als zu Salzigem»
Raphaël Thomi: «Basilikum passt noch besser zu Süssem als zu Salzigem»

Im Mai fand der Wettbewerb «Rallye de chocolat» auf den Strassen von Lausanne statt. Und zum dritten Mal in Folge heisst der Sieger Raphaël Thomi. Anstatt sich selbst ins Rampenlicht zu stellen, geniesst der Chef chocolatier von «Manuel» seinen Erfolg aber lieber im engen Familienkreis.

Das diesjährige Thema der «Rallye de chocolat»: aromatische Kräuter. Eine echte Herausforderung, wenn man eigentlich leicht zugängliche Schokolade mag, die weder zu intellektuell noch zu eigenwillig daherkommt. «Meine Strategie bestand darin, eine Schokolade zu kreieren, die alle Kinder lieben. Und offenbar sind Kinder tolle Gourmets. Denn es hat funktioniert: Mit meiner Kreation konnte ich die Jury aus hochkarätigen Profis überzeugen.», erklärt Raphël Thomi. Seine Kreation aus Basilikum und Limette ist ein Erfolg. Und trotz anfänglicher Skepsis muss auch Chef Thomi zugeben: «Eigentlich passt Basilikum noch besser zu Süssem als zu Salzigem. Ich verstehe gar nicht, warum wir da nicht schon früher draufgekommen sind.»

Nach seiner Ausbildung zum Bäcker und der Spezialisierung zum Konditor und Chocolatier startete Raphël Thomi seine Karriere im «maison Manuel», einer wahren Institution in der Schweizer Gastronomie-Szene. Hier vereinen sich Geschichte und Tradition mit zwei Jahrhunderten Know-how und Erfahrung. Nebst Schokolade findet man auf der Speisekarte des Traditionshauses auch Feinkost, Süsswaren und Whisky. Das Familienunternehmen in der sechsten Generation beweist, dass es dank Leidenschaft und Qualität möglich ist, ein Unternehmen zu gründen und langfristig erfolgreich zu sein. Man ist stolz darauf, dieser Institution anzugehören und wesentlicher Bestandteil ihres Erfolgs zu sein.

Das "maison Manuel" ist eine wahre Institution in der Schweizer Gastro-Szene.
Das "maison Manuel" ist eine wahre Institution in der Schweizer Gastro-Szene.

Als im Jahr 2012 die Position des Chocolatiers im «maison Manuel» frei wurde, erkannte Raphaël Thomi die einmalige Chance und nutze sie sofort: Sein Aufstieg zum Chef Chocolatier begann. Heute, 42 Jahre alt und reich an Erfahrung, ist Chef Thomi für das gesamte Produktionsteam im «maison Manuel» verantwortlich – eine vielseitige Aufgabe, die nicht nur Leidenschaft ist, sondern auch fordert: dichte Zeitpläne und hohes Tempo machen die Arbeit anspruchsvoll und beeinflussen auch körperlich. Balance ist das A und O für Raphaël Thomi. Vom Rampenlicht und Wettbewerbstrubel hält er sich deshalb lieber fern und sucht nach einem langen Arbeitstag den Ausgleich bei Familie und Hobbys. 

Chef Thomi ist ein echter Goumet. Süsses mag er viel lieber als Salziges. Und er gibt auch gerne und offen zu, ein wenig zu viel Schokolade zu essen. Das und seine natürliche Neugier haben stark zu seinem Erfolg beigetragen. Was ihm an seinem Beruf besonders gefällt? «Ich mag, dass wir die Ergebnisse unserer Arbeit immer sofort sehen. Wir investieren nicht Zeit und Leidenschaft in eine Aufgabe und erhalten das Resultat in einem Monat, in sechs Monaten, einem Jahr oder sogar noch später. Wir wissen, dass wir noch am selben Tag erfahren, ob wir unsere Arbeit richtig gemacht haben oder nicht.»